Mittwoch, 20. Mai 2020

Musik



Der Löwe ist um die Gesundheit seines Volkes sehr besorgt. Alle sollen gesund sein und bleiben. So ist eine Impfung für jeden optimal. Dann habe ich den Überblick und alle sind von mir abhängig, denkt der Löwe.
Zwei Tage später setzt sich eine Mücke auf seine Nase. Geh weg du störst mich, brummt der Löwe. Sag mal, warum setzt du das ganze Volk unter Druck, fragt die Mücke. Du weißt doch ganz genau, dass jeder Körper anders reagiert und dass der Impfstoff noch gar nicht getestet ist. Das ist mir egal, brummt der Löwe. Ich will die Macht über alle haben. Achso, meint die Mücke. Macht auf Kosten der Gesundheit des Volkes. Der Löwe brummt. Okay lacht die Mücke. Ich fliege zu meinen Freunden und komme mit einem Star Mücken zu dir zurück und dann sehen wir, wer hier die Musik spielt.
Dann hole ich meine Armee, brummt der Löwe. Die Mücke lacht und fliegt los.

Im Park




An einem schönen sonnigen Tag hüpft der Hase Udo durch den Park. Plötzlich begegnet ihm sein Freund, der Igel Herbert. Wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen, sagt Udo. Wie geht es dir, fragt Herbert. Ganz gut, antwortet Udo. Und selbst? Auch gut, meint der Igel. Aber sagt mal, warum haben die Menschen jetzt alle Schaum vor dem Mund? Ach du meinst die Mund-Nasen-Masken, erwidert der Hase. Die wollen sich und andere vor dem Virus Corona schützen. Hm, brummt der Igel, dann atmen sie doch den Kohlendioxid wieder ein. Ja, aber sie schützen andere vor Corona, sagt Udo. Ja okay, meint Herbert, aber man muss es doch differenzieren. Wenn man es verallgemeinern, ist es unklug. Alles muss genauer betrachtet werden. Nein, erwidert Udo, die Leute in der Regierung wissen schon, was für uns gut ist. Herbert schaut Udo an. Meinst du wirklich, man kann alles glauben, was die Medien berichten? Ich finde es besser zu recherchieren und zu hinterfragen. Nein, brüllt Udo zurück, du bist ein Spinner. Darauf sagt Herbert, es ist nicht gesund die Meinung des anderen respektlos zu missachten und geht weiter.

Sonntag, 17. Mai 2020

Die blaue Maus


Die blaue Maus Judith ist spastisch gelähmt. Ihre Geburt war nicht einfach. Judith bekam bei der Geburt zu wenig Sauerstoff. Dadurch sind im Gehirn ein paar Zellen abgestorben. Darum kann Judith alles bewegen, aber jede Bewegung ist unkontrolliert. Will Judith den Löffel zum Mund führen, gelingt ihr das nicht. Sie kann sich nur auf eine Sache konzentrieren. Entweder den Löffel halten oder die Hand zum Mund führen. Darum muss der Maus das Essen gereicht werden.
Der Spasmus hat noch andere Auswirkungen. Wenn die kleine Maus unter Stress ist, verkrampfen sich die Muskeln. Und wenn das in der Blase passiert, kann Judith nicht pullern. Das tut sehr weh und es dauert lange bis sich die Muskeln wieder entspannen. Darum will der Onkel Doktor die Maus auf Medikamente einstellen. Der Arzt meint 8 Tabletten pro Tag sind okay. Langsam wird die junge Frau auf die Medikamente eingestellt. Bereits nach 3 Tabletten pro Tag weiß Judith nicht mehr wo sie ist. Sie bekommt nichts mehr von der Welt mit. Die Tabletten stellen nicht nur den Spasmus ruhig, sondern auch den ganzen Körper. Das bedeutet, Judith ist den ganzen Tag müde und kann nichts machen. Das ist doch kein Leben denkt ihrer Mama und bricht die Therapie ab.
Die blaue Maus möchte nicht in einem Pflegeheim abgeschoben werden. Sie möchte leben. Hat sie eine Alternative?
Ja klar. Sie kann in einer Wohnung mit Assistenz leben. Die Assistenten sind 20 Stunden am Tag für Judith da und helfen ihr bei allem, was sie nicht kann. So kann Judith entscheiden wie sie den Tag gestalten möchte. Die blaue Maus kann alles in ihrem Tempo erledigen und braucht deshalb keine Medikamente, die ihren Spasmus reduzieren. Das bedeutet, Judith braucht zum Beispiel länger auf Toilette. Na und. Die Zeit ist doch da.
Und mit Hilfe der Assistenz kann die Maus sogar tanzen. Sie tritt auf der Bühne auf und das weltweit. So kann Judith vielen Menschen Freude bereiten und ist ein Nutzen für die Gesellschaft. Und das sogar ohne der Pharmaindustrie.



Samstag, 8. Juni 2019

Der Mensch

"Roland, du bist durch die Welt gereist. Was muss man tun, um Menschen mit der frohen Botschaft 
zu erreichen?" Ich kann nicht mehr zählen wie oft mir in den letzten Monaten diese Frage gestellt 
wurde.
Die Antwort ist ganz einfach. Begegne dem anderen als Mensch. Schenke ihm Achtung und Respekt.
Gib ihm das Gefühl, du interessierst dich für ihn.
Jesus hat immer den Menschen gesehen. Ich glaube, Jesus interessiert es wenig wie christlich
eine Gemeinschaft, ein Land ist, sondern wie menschlich wir miteinander umgehen.
Weil Gott zu Weihnachten Mensch geworden ist, dürfen wir menschlich bleiben.


Zwischenmenschen


Ich sitze in der Frauenkirche in Nürnberg und schaue auf dem Altar und die bunten Fenster. Nichts ahnend schau ich plötzlich in die Weite. Eine bunte Wiese und ein blauen Himmel. Eine unendliche Weite. Es bläst ein leiser Wind, der mir Antworten gibt auf Fragen, die ich in letzter Zeit hatte.
Ich hatte mich gefragt. Warum mögen mich die Menschen? Warum weinen Frauen (in letzter Zeit auch Männer), wenn ich gehe. Warum bin ich mehr als nur ein Freund und doch kein Partner?
Der Wind erklärte mir. Du warst schon immer ein Brückenbauer. Damals hast du Brücken zwischen Menschen mit und ohne Behinderung gebaut. Heute hat sich dein Horizont erweitert. Die Menschen brauchen heute eine Person, die mehr ist als nur ein Freund. Diese Aufgabe bekommt nicht jeder. Mit einem Partner und ohne deine Behinderung kannst du diesen Auftrag nicht erfüllen. Die Weite schließt sich wieder und ich sitze immer noch in der Kirche.

Mittwoch, 28. Februar 2018

Gottes Schöpfung




Gott schuf den Menschen zu Mann und Frau. Und siehe, es war sehr gut. Alles war perfekt. Dann kam der Sündenfall von Adam und Eva. Vieles riet durcheinander. So gab und gibt es Menschen mit Behinderungen. Sie galten viele Jahrhunderte als Strafe Gottes. Als Strafe dafür, als hätten die Eltern etwas Böses getan. Zum Glück hat sich das zumindest in der westlichen Welt weitgehend gelegt. Ich betone absichtlich weitgehend. Auch heute noch werden in Deutschland Eltern das Leben schwergemacht, wenn sie sich für das behinderte Kind entscheiden.
Natürlich ist ein Kind mit Behinderung keine Strafe. Gott liebt die Vielfalt. Er lässt Menschen mit Behinderungen zu, um uns Dankbarkeit und Freude zu schenken.
Betrachten wir das Thema weiter: Gott schuf den Menschen zu Mann und Frau. Gott liebt die Vielfalt und lässt Menschen mit Behinderungen zu. In diesem Zusammenhang hat niemand das Recht zu urteilen, wie viel Weiblichkeit und Männlichkeit Gott in einem Menschen hineingelegt hat. So verdienen Personen mit schwulen und lesbischen Charakter menschlichen Respekt und Achtung.
Foto: Marco Fechner

Donnerstag, 5. Juni 2014

King Roland: Through the universe in a wheelchair



A happy and intelligent king shares about his life! Roland Walter has been severely disabled since birth and has always had to depend on assistance. In spite of this, he says he is a king – a king of joyfulness. Read his moving story of a restricted yet fulfilled life. The author’s contagious energy and honesty, his unbroken trust in Jesus, and his dry sense of humor make this book an outstanding autobiography.

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